BHKW-Strom: Einspeisung ins Stromnetz

Prinzipiell dient ein Blockheizkraftwerk zunächst einmal der Deckung des eigenen Energiebedarfs. Ob sich die Investition rechnet hängt vom Wärme- und Strombedarf im Vergleich zur Leistungsfähigkeit der Anlage ab.

Neben der Eigennutzung haben Betreiber allerdings auch die Möglichkeit, der Einspeisung ihres BHKW-Stroms ins Stromnetz. Hierfür wird selbstverständlich eine Vergütung gezahlt.

 

Vergütung für die Einspeisung ins Stromnetz

 

Entscheidet sich der Betreiber eines Blockheizkraftwerks zur Einspeisung von BHKW-Strom ins Stromnetz, wird er für jede Kilowattstunde entlohnt.

Die Vergütung besteht auf drei verschiedenen Bestandteilen. Zunächst einmal erhält er den Betrag, welchen er mit dem jeweiligen Netzbetreiber vereinbart hat. Darüber hinaus wird die Einspeisung von BHKW-Strom ins Stromnetz durch das KWK-Gesetz gefördert. 

Um diesen KWK-Zuschlag zu erhalten, muss das Blockheizkraftwerk bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Höhe des Zuschlags liegt bei 8 Cent je Kilowattstunde und wird für maximal 60.000 Betriebsstunden gezahlt. Zudem darf die elektrische Leistung des Blockheizkraftwerks 50 kW nicht übersteigen.

Die dritte Komponente der Einspeisevergütung ist eine Zahlung für die Vermeidung von Netzkosten. Schließlich muss der BHKW-Strom nicht erst über lange Strecken transportiert werden. Stattdessen erfolgen Produktion und Einspeisung ins Stromnetz direkt vor Ort.

 

Staatliche BHKW-Förderung auch ohne Einspeisung ins Stromnetz

 

Der KWK-Zuschlag wird übrigens auch dann bezahlt, wenn der BHKW-Strom nicht ins Stromnetz eingespeist, sondern selbst verbraucht wird. In diesem Fall beträgt die Höhe der Vergütung allerdings nur 4 Cent je Kilowattstunde, anstatt 8 Cent, wie bei der Einspeisung ins Stromnetz.

Weitere Informationen zu förderfähigen Anlagen und den zu erfüllenden Voraussetzungen finden Sie übrigens auf der Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.