KWK Gesetz – was seit 2017 anders ist

Das KWK-Gesetz gibt es bereits seit 15 Jahren. Sein Ziel ist es, eine dezentrale Energieerzeugung mit umweltschonenden Techniken zu fördern.

Da sich der Anteil an KWK-Anlagen jedoch nicht wie gewünscht erhöht hat, hat die Regierung im Rahmen der Energiewende für 2016 ein erneuertes KWK-Gesetz auf den Weg gebracht.

Dieses wurde jedoch bereits zum 01.01.2017 wieder geändert und stellt Betreiber und Entwickler gleichermaßen vor neue Herausforderungen.

 

Die wichtigsten Änderungen

Um zu bewerten, ob sich der Betrieb einer KWK-Anlage weiterhin rechnet, ist es wichtig, die neuen Regelungen zu kennen und zu berücksichtigen.

 

Zu den wichtigsten Neuregelungen zählen die folgenden Punkte:

 

  • KWK-Anlagen deren Leistung unter einem MW, beziehungsweise über 50 MW, liegt, erhalten für die ersten 30.000 Betriebsstunden eine feste Förderung.
  • Für KWK-Anlagen mit einer Leistung zwischen einem und 50 MW wurde eine Ausschreibungspflicht eingeführt.
  • Zudem erhalten Betreiber von Anlagen mit einem bis 50 MW Leistung künftig kein Geld für die vermiedene Netznutzung mehr und können auch keine Rückerstattung der Stromsteuer in Anspruch nehmen.
  • Sofern eine KWK-Anlage ausschreibungspflichtig ist, muss der komplette erzeugte Strom in das Netz eingespeist werden.
  • Besonders innovative Projekte sollen künftig zusätzlich gefördert werden.
  • Anlagen, die nicht mehr gefördert werden und die über eine Leistung von mindestens 2 MW verfügen, können bis Ende 2019 noch eine Förderung für maximal 12.000 Betriebsstunden erhalten.
  • Bei KWK-Anlagen, für die keine Ausschreibungspflicht besteht, bleiben die Förderungen weitestgehend unverändert.

 

Fazit

Das KWK-Änderungsgesetz beinhaltet einige entscheidende Neuerungen. Eine Neubewertung der Wirtschaftlichkeit dürfte daher in vielen Fällen unvermeidlich sein.

Mittelfristig dürfte eine markt- und wettbewerbsorientierte Nutzung von KWK-Anlagen dadurch jedoch gefördert werden. Ob das tatsächlich der Fall ist, bleibt allerdings abzuwarten. Die erste Ausschreibungsrunde und deren Ergebnisse werden hier für mehr Klarheit sorgen.