Mit einem BHKW zum eigenen Energieversorgungsunternehmen werden?

Ein Energieversorgungsunternehmen (Kurzform: EVU) versorgt, wie der Name schon sagt, Verbraucher mit Energie. Dabei kann es sich sowohl um die Versorgung mit Strom, als auch mit Gas oder Fernwärme handeln.

In der Regel sind Verbraucher weitgehend abhängig von Energieversorgern, auch wenn es mittlerweile die Möglichkeit gibt, zum Beispiel den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln. Wem das nicht reicht, der hat jedoch durchaus noch andere Möglichkeiten und kann beispielsweise mit einem BHKW zu seinem eigenen kleinen Energieversorgungsunternehmen werden.

 

Energie für den Eigenbedarf

 

Mit einem eigenen BHKW zum Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu werden, mag zunächst merkwürdig klingen. Jedoch ist es eine Tatsache, dass die Kosten für die Energieversorgung seit Jahren immer weiter steigen.

Ein Blockheizkraftwerk bietet hier die Möglichkeit zu sparen. Neben niedrigeren Kosten für die eigentliche Energieerzeugung ermöglicht das auch der KWK-Zuschlag, mit dem der Staat die Betreiber fördert.

Ein BHKW macht somit unabhängiger von Energieversorgungsunternehmen und sorgt in vielen Fällen für eine deutliche Kostenersparnis.

 

Einspeisung ins Stromnetz

Abgesehen von der Stromproduktion für den eigenen Bedarf, ist es jedoch auch möglich, Strom in das örtliche Netz einzuspeisen. Auf diese Weise wird der Betreiber eines BHKW dann tatsächlich zum Energieversorgungsunternehmen.

Selbstverständlich wird die Einspeisung ins Stromnetz vergütet. Die Vergütung besteht aus drei Bestandteilen. Den eigentlichen Strompreis kann der Betreiber des BHKW mit dem jeweiligen EVU, beziehungsweise Netzbetreiber, vereinbaren.

Zudem erhält er aufgrund des Wegfalls langer Transportwege eine Zahlung für die Vermeidung von Netzkosten und, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, eine Förderung vom Staat in Höhe von 8 Cent je Kilowattstunde.