Nano BHKW für Privatpersonen: ist das sinnvoll?

Blockheizkraftwerke liegen im Trend. Kein Wunder. Schließlich verspricht ein BHKW eine effiziente Versorgung mit Wärme und Strom, wodurch sowohl die Kosten gesenkt als auch die Umwelt entlastet werden können.

Allerdings waren Blockheizkraftwerke aufgrund ihrer Größe und Leistungsstärke lange Zeit ausschließlich für Gebäude mit einem hohen Energieverbrauch geeignet. Außerhalb von Immobilien wie Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Industrieanlagen kam ein sinnvoller Einsatz nicht infrage.

 

Kleine BHKWs für das Eigenheim

Mittlerweile hat sich das jedoch geändert. Denn die Geräte sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden und dadurch auch für die Nutzung in Privathaushalten geeignet.

Wer sein Eigenheim kostengünstig heizen und mit Strom versorgen möchte, wird bei verschiedenen Herstellern sogenannter Nano BHKWs fündig.

Bei einem Nano BHKW handelt es sich um ein besonders kleines Blockheizkraftwerk, dessen elektrische Leistung 2,5 kW nicht überschreitet.

Die Geräte, die es oft sogar nur auf 1 kW bringen, liefern genug Leistung, um den Bedarf in einem Einfamilienhaus oder einem kleineren Mehrfamilienhaus zu decken.

Wie größere Blockheizkraftwerke sind auch Nano BHKWs mit verschiedenen Antrieben erhältlich und können beispielsweise mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben werden.

 

Vorteile von Nano Blockheizkraftwerken

Der technische Fortschritt hat es möglich gemacht, dass auch Nano BHKWs mittlerweile sehr effizient sind. Für Privatpersonen stellen sie daher eine echte Alternative zur herkömmlichen Energieversorgung dar.

Überzeugen können sie unter anderem mit den folgenden Vorteilen:

 

  • Die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme ermöglicht einen effizienten Einsatz des Brennstoffs.
  • In vielen Fällen können die Kosten der Energieversorgung deutlich reduziert werden.
  • Ein niedriger Schadstoffausstoß hilft dabei die Umwelt zu entlasten.
  • Ein Blockheizkraftwerk erhöht die Versorgungssicherheit im Fall von Stromausfällen im öffentlichen Netz.

 

Lohnt sich der Kauf?

Ob ein Nano Blockheizkraftwerk die richtige Entscheidung ist, dürfte bei den meisten Hausbesitzern von den Zahlen abhängen.

Denn die Anschaffung ist zunächst mit relativ hohen Kosten verbunden. Die Preise beginnen bei etwas 7.000 Euro, liegen meist jedoch deutlich höher. Zudem entstehen unter anderem noch Kosten für Zubehör und Installation.

Im Vergleich mit einem normalen Heizkessel ist ein Nano BHKW daher auf den ersten Blick sicherlich im Nachteil.

Dank niedrigerer Betriebskosten kann sich die Anschaffung auf lange Sicht dennoch auszahlen. Eine Amortisierung nach 10 Jahren ist, abhängig von der Nutzung, durchaus realistisch.

 

Fördermöglichkeiten

Da Nano BHKWs zur Entlastung der Umwelt beitragen, werden sie staatlich gefördert. Wer über den Kauf eines solchen Blockheizkraftwerks nachdenkt, sollte in jedem Fall einen Investitionszuschuss beantragen.

Für eine Anlage mit einer elektrischen Leistung von einem kW beträgt dieser immerhin 1.900 Euro. Für besonders effiziente Modelle können sogar noch weitere Zuschüsse in Anspruch genommen werden.

Der Antrag auf Förderung muss vom Käufer beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Dabei ist es wichtig, dass dieser bereits vor dem Kauf eingeht. Zudem muss das Blockheizkraftwerk der Wahl in der Liste der förderfähigen KWK-Anlagen bis 20 kWel enthalten sein.

 

Fazit

Dank Nano BHKWs können auch Eigentümer kleinerer Immobilien von den Vorteilen der dezentralen Energieversorgung profitieren. Den anfänglich hohen Kosten stehen vergleichsweise niedrige Ausgaben für den Betrieb gegenüber.

Staatliche Zuschüsse reduzieren die Investitionssumme und decken zumindest einen Teil des Kaufpreises.

Unserer Meinung nach sind Nano Blockheizkraftwerke daher eine echte Alternative für alle Hausbesitzer, die Wert auf eine effiziente und umweltschonende Energieversorgung legen.