Wann macht ein Blockheizkraftwerk Sinn?

Blockheizkraftwerke gelten als sparsam und effizient. In vielen Fällen können sie daher zu einer deutlichen Reduzierung der Kosten für Heizung und Strom führen.

Allerdings gibt es durchaus auch Fälle, in denen es nicht möglich ist, ein BHKW wirtschaftlich zu betreiben. Wann ein Blockheizkraftwerk tatsächlich Sinn macht und worauf es dabei ankommt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

 

Lange Laufzeiten sind von Vorteil

Damit sich ein Blockheizkraftwerk rechnet, sollte es auf möglichst viele Betriebsstunden im Jahr kommen. In der Regel geht man davon aus, dass die Anlage etwa 4.500 bis 5.000 Stunden im Jahr laufen muss, um wirtschaftlich zu sein.

Aus diesem Grund ist es prinzipiell immer von Vorteil, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes möglichst hoch ist und über das Jahr hinweg relativ konstant bleibt.

 

Die Leistung muss zum Bedarf passen

Darüber hinaus ist es für den wirtschaftlichen Nutzen eines Blockheizkraftwerks wichtig, dass die Leistung der Anlage auf den konkreten Verbrauch des jeweiligen Gebäudes ausgelegt ist.

Während sich zum Beispiel ein Mini BHKW für die Strom- und Wärmeversorgung von großen Immobilien wie Gewerbeflächen und Wohnanlagen eignet, wäre es für den Betrieb in kleineren Gebäuden deutlich überdimensioniert.

Käufer sollten daher im Vorfeld genau prüfen, wie hoch der Bedarf an Wärme und Strom tatsächlich ist und ihre Kaufentscheidung daran orientieren. Denn nur wenn die Leistung des BHKW zum tatsächliche Bedarf passt, rechnet sich letztlich auch dessen Betrieb.

 

Vergütung für die Stromproduktion

Ein weiterer Faktor, der bei der Prüfung der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden sollte, ist die Höhe der Vergütung, die der Betreiber des BHKW für den produzierten Strom erhält.

Neben den Investitionszuschüssen durch das BAFA werden die ersten 60.000 Stunden, in denen das Blockheizkraftwerk läuft, mit 8 Cent je kWh vergütet. Hinzu kommen noch Zahlungen durch den Netzbetreiber für den eingespeisten Strom.

Voraussetzung dafür ist, dass das Blockheizkraftwerk höchstens 50 kW leistet und natürlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist.

 

Fazit

In vielen Fällen ist ein Blockheizkraft sinnvoll und kann dabei helfen, die Kosten zu senken. Wie Sie sehen, müssen dafür jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Prüfen Sie vor dem Kauf genau, wie hoch der Bedarf an Strom und Wärme bei Ihnen ist. Überlegen Sie außerdem, wie sich dieser über das Jahr verändert und mit welcher Anzahl an Betriebsstunden in etwa gerechnet werden kann.

Um einen realistischen Eindruck von der Wirtschaftlichkeit zu erhalten, sollen Sie zu diesem Zweck unbedingt Ihre persönlichen Verbrauchswerte nutzen.

Es ist nicht zu empfehlen, sich am Verbrauch ähnlicher Gebäude zu orientieren, da sich diese durchaus deutlich von Ihren unterscheiden können.

Falls Sie sich fragen, ob Sie mit einem BHKW Geld sparen können und sich die Anschaffung lohnt, empfehlen wir Ihnen für einen ersten Überblick unseren BHKW Rechner zu verwenden.

Mit diesem können Sie Ihr mögliches Einsparungspotential berechnen und auf Basis dieser Orientierungshilfe dann weiter planen.