Was kostet ein Blockheizkraftwerk?

Wer die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks plant, interessiert sich zwangsläufig auch für die zu erwartenden Kosten, die dabei in etwa anfallen.

Schließlich ist der Kauf eines BHKW eine große Investition, die über viele Jahre genutzt werden wird. Die Kosten lassen sich in drei Bereiche unterteilen.

 

  • Kaufpreis für das BHKW
  • Nebenkosten, die dabei anfallen
  • Die künftigen Kosten für den Betrieb

 

Kaufpreis ist abhängig von Größe und Leistung

Der Kaufpreis eines Blockheizkraftwerks ist im Wesentlichen von der benötigten Leistung abhängig. Dabei gilt, je größer das Gerät ist, desto höher sind auch die Kosten für die Anschaffung.

Die kleinsten Modelle werden als NANO BHKW bezeichnet. Mit einer elektrischen Leistung von unter 2,5 kW sind sie bestens für den Einsatz in Einfamilienhäusern geeignet. Die Preise für ein solches NANO-BHKW beginnen bei ungefähr 7.000 Euro.

Die nächstgrößere Variante heißt Mikro BHKW und liefert eine Leistung zwischen 2,5 und 15 kW. Mikro BHKW eignen sich zum Beispiel für Mehrfamilienhäuser und kosten in der Regel ab circa 17.000 Euro aufwärts.

Im Leistungsbereich von 15 bis 50 kW spricht man von einem sogenannten Mini BHKW. Geräte über 50 kW tragen keinen gesonderten Zusatz, sondern werden schlicht und einfach als Blockheizkraftwerk bezeichnet.

Ein Mini BHKW reicht für die Stromversorgung von Schwimmbädern, Wohnblocks und öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schulen. Die Preise für ein solches Modell beginnen bei ungefähr 30.000 Euro.

Auch wenn der Kaufpreis mit zunehmender Größe des Blockheizkraftwerks steigt, sinken gleichzeitig die Kosten, die pro Kilowatt Leistung anfallen.

 

Zusätzliche Kosten, die zum Kaufpreis hinzukommen

Wer sich ein BHKW kaufen möchte, sollte bedenken, dass es nicht mit dem reinen Kaufpreis getan ist. Darüber hinaus müssen noch weitere Kosten in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Dazu zählen neben Kosten für Lieferung und Installation vor allem die Anschaffung von Zubehör und eventuell benötigte Erweiterungen wie ein Pufferspeicher oder ein Spitzenlastkessel.

Davon abgesehen sollten auch die Kosten, welche im Rahmen der Inbetriebnahme für Genehmigungen und Anmeldungen anfallen, bedacht werden.

 

Die Betriebskosten

Neben den Kosten für Kauf, Installation und Inbetriebnahme dürfen selbstverständlich auch die künftigen Betriebskosten nicht unbeachtet bleiben. Den größten Posten macht dabei mit Sicherheit der Kauf von Brennstoff (zum Beispiel Erdgas) aus.

Abgesehen davon kostet natürlich auch die Wartung der Anlage Geld. In der Regel wird hier mit etwa zwei bis drei Cent je Kilowattstunde kalkuliert. Soll das Blockheizkraftwerk versichert werden, müssen zudem auch diese Kosten berücksichtigt werden.

 

Rentabel trotz hoher Investition

Keine Frage. Der Kauf eines Blockheizkraftwerks ist teuer. Das wird vor allem im direkten Vergleich mit einem herkömmlichen Heizkessel deutlich.

Dennoch kann die Anschaffung rentabel sein. Denn der vermeintlich großen Investitionssumme stehen verhältnismäßig niedrige Betriebskosten gegenüber.

Bei optimaler Auslastung haben sich die zunächst hohen Anschaffungskosten oft schon nach wenigen Jahren amortisiert, sodass ein BHKW in vielen Fällen ein großes Sparpotential für den Eigentümer mit sich bringt.